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Märkte in Madrid
Märkte in Madrid

Im 12. Jahrhundert gab es auf vielen Straßen Madrids kleine Märkte für Fleisch, Obst und Gemüse. Meist allerdings bestanden die Märkte aus nicht viel mehr als einer Reihe Kisten auf dem Boden und die hier verkauften Lebensmittel entsprachen oft nicht unseren heutigen Hygienevorschriften.

Aus Sorge um die Gesundheit der Bürger begann die Stadtverwaltung von Madrid mit dem Bau mehrerer Märkte, mit denen die Situation der Verkäufer als auch die Qualität der verkauften Produkte verbessert werden sollten. Die drei ersten großen Märkte in Madrid waren der ‘Mercado de la Plaza de la Cebada’, der ‘Mercado de los Mostenses’ und der ‘Mercado de la Paz’; letzterer ist noch immer erhalten. Der ‘Mercado de la Cebada’ ähnelte stark dem Markt Les Halles in Paris. Er wurde von König Alfonso XII eingeweiht, hatte zwei Stockwerke und bestand hauptsächlich aus Eisen und Glas.

Der ursprüngliche Mercado de la Cebada wurde 1956 zerstört und als Mercado Cebada, der noch immer besucht werden kann, wieder aufgebaut. Der Mercado de los Mostenses wurde neben einem alten Kloster errichtet und war fast identisch mit dem Mercado Cebada, nur ein wenig kleiner.

Der große Madrider Fischmarkt befand sich ursprünglich dort, wo heute das Einkaufszentrum Puerta de Toledo steht. Im 19. Jahrhundert wurde die Madrider Kirche San Miguel de los Octoes von einem Feuer zerstört und die so entstandene Fläche wurde schon bald darauf zum Verkauf von Fleisch, Obst und Gemüse genutzt. Zwischen 1913 und 1916 baute der Architekt Alfonso Dube y Diez auf diesem Platz den berühmten Mercado San Miguel, der sich bis heute seinen ursprünglichen Charme erhalten hat.

 

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